Projekt Féveallis - Aufbau einer Bio-Wertschöpfungskette für Getreide und Ackerbohnen im Wallis
Die Ackerbohnen waren einst im gesamten Alpenraum eine wichtige Eiweissquelle, heute sind sie jedoch in Vergessenheit geraten. 15 alte Walliser Ackerbohnensorten werden im Sortengarten Erschmatt erhalten und für Forschungsprojekte genutzt. Dabei werden die Sorten auch bei Landwirtinnen und Landwirten angebaut und seit diesem Jahr läuft ein neues Projekt zu diesen Walliser Ackerbohnen.
Das Projekt ‘Féveallis’ hat das Ziel, eine Bio-Wertschöpfungskette für Getreide, Hülsenfrüchte und Ackerbohnen im Wallis aufzubauen, wobei lokale, an die Bodenverhältnisse angepasste Sorten getestet werden. Pionierinnen und Pioniere testen den Anbau der alten Walliser Sorten, Partner aus der Verarbeitung und der Gemeinschaftsverpflegung entwickeln neue Produkte und bauen ein regionales Netzwerk auf. Das Projekt wird vom Sortengarten Erschmatt mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Pfyn-Finges, BioValais, Landwirtinnen und Landwirten und Gastronomiebetrieben umgesetzt. Im Rahmen des Programms ‘Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung’ (MoVo) wird das Projekt durch die Gemeinde Leuk, die Dienststelle für Landwirtschaft und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstützt. Das Ziel ist es, eine nachhaltige und reproduzierbare Wertschöpfungskette im Wallis aufzubauen, die die Biodiversität, die Gesundheit und den lokalen Mehrwert stärkt und als Vorbild für andere Regionen dient.
Anfangs Februar fand an der landwirtschaftlichen Schule in Chateauneuf das Auftakttreffen statt und alle Partner sowie Vertreterinnen des MoVo haben teilgenommen. In den nächsten drei Jahren werden Feldversuche, Degustationen, Anlässe und Feldbesichtigungen stattfinden. Weitere Informationen werden auf der Vereinswebseite und auf der Webseite des FiBL veröffentlicht.
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