21.08.2026

Walliser Mini-Mähdrescher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert


Steile Hänge, schmale Zufahrten und kleine Parzellen stellen den Getreideanbau im Alpenraum vor besondere Herausforderungen. Herkömmliche Landmaschinen stossen in diesem Gelände oft an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Interreg-Projekt CereAlp an: Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Dienstleistungszentrums, das den Getreideanbau in den Alpen mit innovativen Technologien und gezielter Unterstützung nachhaltig stärkt. Gemeinsam entwickeln Projektpartner aus der Schweiz und Italien neue mechanisierte Lösungen – vom Bau innovativer Prototypen bis zur Weiterentwicklung bestehender Maschinen. Spezialisierte Werkstätten begleiten die Umsetzung und sorgen dafür, dass die neuen Technologien unter praxisnahen Bedingungen erprobt und kontinuierlich verbessert werden. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Italien – Schweiz durchgeführt, vom Bund, dem Kanton Wallis, von Stiftungen, Spenden und durch Freiwilligenarbeit finanziert und startete im Januar 2025.

Einen wichtigen Meilenstein erreichte das Projekt am 4. August 2026: In Zeneggen wurde der Walliser Mini-Mähdrescher erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr als 50 interessierte Landwirtinnen und Landwirte aus der ganzen Region – vom Val de Bagnes bis ins Goms - nutzten die Gelegenheit, den Prototyp aus nächster Nähe kennenzulernen. Trotz einer bedrohlichen Gewitterkulisse konnte nach den Begrüssungsworten von Laura Kuonen, Geschäftsleiterin des Vereins Erlebniswelt Roggen Erschmatt, Gregory Borgeat von der Dienststelle für Landwirtschaft des Kantons Wallis sowie den Vertretern des Vereins RoKPob, Roni Vonmoos und André Summermatter, ein erfolgreicher Testdrusch auf der Roggenparzelle von Horacio Beltran und Jonas Regotz durchgeführt werden. 

Im Anschluss an die Vorführung erläuterte Nadia Löffel, Projektmitarbeiterin des Vereins Erlebniswelt Roggen Erschmatt, den Besucherinnen und Besuchern die aktuelle Entwicklungsphase des Prototyps. Sie zeigte die technischen Herausforderungen auf, mit denen das Projektteam derzeit konfrontiert ist, und stellte mögliche Optimierungsansätze für die nächsten Entwicklungsschritte vor. Total wurden bei der Ernte 2026 fünf Testeinsätze an verschiedenen Standorten im Wallis durchgeführt. Die gewonnenen Daten und Erkenntnisse der Testeinsätze werden derzeit ausgewertet und fliessen direkt in die Weiterentwicklung des Prototyps ein. 

Das Interesse der Medien am Prototyp war und ist gross. Die Medienbeiträge zum Prototyp sind via folgendem Link ersichtlich.

Medienbeiträge CereAlp

Zudem wurde auf dem vereinseigenen Instagramkanal über das Projekt informiert. Ein Video vom ersten Test des Prototyps vom 22. Juli 2026 ging viral und generierte ca. 210'000 Aufrufe, knapp 7000 Likes und über 20 Anfragen im Zusammenhang mit dem Mähdrescher. Die Anfragen kamen teils via Instagram direkt, per Vereinstelefon, per Mail, per Brief oder Kontaktformular auf der Homepage. Ein weiterer Artikel wird in der Ausgabe September 2026 vom Magazin Landtechnik Schweiz erscheinen. Der Link wird zu gegebener Zeit ebenfalls auf unserer Homepage verfügbar sein.

Das Ziel einer praxistauglichen Erntemaschine für den Getreideanbau in alpinen Lagen rückt einen weiteren Schritt näher. Damit die Verbesserungen am aktuellen Prototyp getätigt werden können, sind wir auf Ihre wertvolle Unterstützung angewiesen. Über den weiteren Projektverlauf informiert der Verein Erlebniswelt Roggen Erschmatt laufend auf seinen Social-Media-Kanälen, im Newsletter sowie auf der Website www.erschmatt.ch/cerealp.

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