Getreidearten des Wallis: 1 – Roggen

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Roggen

Hauptgetreide in den Bergdörfern des Wallis war der Roggen. Er wurde dementsprechend auch „Korn“ (Choru) genannt. Korn ist immer das Hauptgetreide der jeweiligen Region.

Roggen stellt wenig Ansprüche an den Boden und das Klima. Er ist sehr winterhart. Hier in Erschmatt lagen die obersten Roggenfelder auf ca. 1600 m.

Die alten Roggensorten des Wallis werden bis zu 1.8 m hoch. Sie sind wenig standfest. Deshalb können sie nur von Hand geerntet werden. Ferner sitzen die Körner in der Ähre nur leicht. Das hat den Vorteil, dass das Dreschen von Hand (mit dem Dreschflegel und dem Nitscher) einfach möglich ist. Der Nachteil ist, dass die Körner, wenn zu spät geerntet wird, schon auf dem Feld auszufallen beginnen.